7.7.2021 Klintholm

Heute sind wir bei mäßigem achterlichen Wind aus Warnemünde Richtung Klintholm ausgelaufen. Nach einigen Stunden unter Motor kam am frühen Nachmittag eine sommerliche Brise auf und wir konnten bis Klintholm mit gutem Tempo segeln. Ein traumhafter Sommersegeltag. Am Abend gab es dann noch Publicviewing „England gegen Dänemark“ in der örtlichen GIN-Manufaktur. Leider haben die Dänen verloren.

6.7.2021 Warnemünde

Eigentlich war das Ziel Kühlungsborn. Als wir aus Burgtiefe ausliefen stand eine ordentliche Welle vor der Ausfahrt und Kühlungsborn war nur hoch am Wind anzusteuern. Wir liefen anfangs mit 5-6 kn kreuzend Richtung Kühlungsborn, als der Wind zu unseren Gunsten drehte und wir einen Anliegerkurs hatten. Leider zogen am Horizont bedrohliche Wolken auf und kurz vor Kühlungsborn erwischte uns eine so heftige Schauerfront daß die Sicht gleich null war. Viele Yachten warteten den Schauer vor dem Hafen ab. Der Wind drehte und kam nun achterlich, sodaß wir uns entschlossen die 10sm nach Warnemünde weiter zu laufen. Nach dem Törn waren wir ganz schön platt. Dennoch machen wir uns mit der Fähre auf zum alten Strom, bzw. zur Warnemünder Woche und genossen den Trubel.

August – Oktober 2017

Nachdem unser Sabbatical mit dem Eintreffen im Heimathafen von Kasinga endete, hat der Alltag uns schnell wieder eingeholt, so dass wir sogar vergaßen den letzten Beitrag zu schreiben. Auf jeden Fall hat uns die „Schnupper-Rente“ sehr gut gefallen und die Eindrücke und Bilder aus Schweden laufen immer wieder in Gedanken ab.

Nach unserem Sabbatical hatten wir noch schöne Tage in Eckernförde und Schleimünde, bevor die ersten Herbststürme Norddeutschland erreichten. Besonders der Sturm Sebastian fiel in Wendtorf hart ein und schüttelte Kasinga und die Nachbarschiffe ordentlich durch. An diesem Tag konnten wir Kasinga nicht alleine lassen und sind nach Wendtorf aufgebrochen. Schon auf der Autobahn flogen immer wieder Zweige über die Autobahn und wir wurden ordentlich durchgeschüttelt. In Wendtorf heulte der Sturm und Kasinga zog heftig an den Leinen.

Der Eigner von der SY Alvaro war schon vorher auf dem Schiff und schickte uns dieses Video. Der Sturm heulte nicht, nein er fauchte. Es war ordentlich laut und teilweise rutschen die Gläser auf dem Tisch hin und her. Am Abend flaute Sebastian ab und im Hafen wurde es wieder ruhiger. Wir haben noch auf Kasinga gekocht, bevor wir uns wieder auf den Weg nach Hamburg machten.

Im Oktober haben wir uns morgens um 0600 in Richtung NOK aufgemacht, um Kasinga ins Winterlager nach Rendsburg zu bringen. Am Vortag haben wir Kasinga von Wendtorf nach Laboe

gebracht, weil wir abends noch lecker Fisch essen gehen wollten.

Ein sehr schöner und sonniger Törn. Line hat beim Abriggen in Rendsburg toll geholfen, so dass wir im nu Kasinga fürs Kranen vorbereitet hatten. Wie immer hat das Schreiber-Team und Bootskontor Rose perfekt zusammengearbeitet.

Wenn Kasinga auf dem Bock Richtung Halle gefahren wird, wissen wir, die Saison ist beendet und es beginnt die kalte Winterzeit.

Jetzt freuen wir uns bereits wieder auf die kommende Saison 2018. Mit hoffentlich einem ordentlichen Sommer.

25. – 26. August Fehmarn

Heute Morgen sind wir Richtung Burgtiefe, auf Fehmarn, ausgelaufen.

Ein wunderschöner Segeltag mit achterlichem und halbem Wind, der uns schnell nach Fehmarn brachte. Als wir auf Burgtiefe zuliefen konnten wir schon sehen, dass hier deutlich mehr am Strand los war.

Wie sich herausstellte, fand der Kite-Word-Cup am Strand statt und wir genossen am Nachmittag die Einlagen der Kiter. Trotz der teilweise 14-17 kn Wind reichte es nicht für den Word-Cup, sodass die Kiter einige Showeinlagen brachten und sich von einem Jetski

 

in die Höhe ziehen ließen. Beachtliche 20m brachte einer der Profis zustande und konnte während der „Airtime“ einige Moves zeigen.

22.- 24. August Barhöft – Kühlungsborn

Mit theatralischem Wolkenhimmel verließen wir heute den Hafen Barhöft mit Ziel Warnemünde. Der Wind hatte inzwischen auf Süd-West gedreht. Auf dem Weg durch den Bodden sahen wir noch einen Segler, der bei dem starken Wind in flaches Wasser gekommen war und auf Schiet saß. Zum Glück überholte uns auf dem Weg dorthin bereits ein paar Minuten vorher ein Seenotrettungskreuzer der DGzRS um zu helfen. Als wir in Warnemünde gegen 17.00 Uhr ankamen, waren wir bereits ordentlich durchgeschaukelt und mächtig hungrig. Line hatte fast alle Xittrix Tabletten (hochdosiertes Vitamin C) aufgelutscht um nicht seekrank zu werden. Zuerst mussten wir bis zum Nothafen Darßer Ort mit zwei großen Schlägen gegen die beachtliche Welle kreuzen, um dann hoch am Wind und mit viel Welle Richtung Warnemünde zu segeln. Selbst Basti, unserem Bordbasilikum, wurde schlecht und das grün seiner Blätter wurde gefühlt noch grüner. Basti hatte sich bisher als sehr seefest erwiesen und war nur ab und zu mal aus seiner Halterung gerauscht. Beachtlich, wie lange sich so ein Basilikum bei liebevoller Pflege hält und danke für das viele leckere Blattzeugs. Nach dem Anlegen ging es erst einmal zum Hafenmeister und gleich darauf in die nächste Pizzaria.

Am nächsten Tag sind wir nach Kühlungsborn ausgelaufen und nach ca. 10sm auch wieder fest gewesen. Ein sehr schöner Hafen mit vielen Boutiquen, die direkt an den Stegen liegen und allem Anderen was so ein sonniger Strandtag benötigt. Am Abend gab es dann zum Sundowner noch kubanische Livemusik bis spät abends.

Heute sind wir von Kühlungsborn nach Grömitz gesegelt. Versprochen war ein Süd-West, der uns schnell in die Neustädter Bucht brachte und wie angekündigt später auf West drehen sollte. Leider haben wir es nicht ganz bis Grömitz mit dem Süd-Wester geschafft, sodass wir noch zwei Schläge machen mussten. Wir kamen gegen 16.00 Uhr in den Hafen und suchten vergeblich einen Liegeplatz. Selbst die Päckchen waren bereits voll und so haben wir die Nacht an einer Pfahlreihe gemütlich, aber ohne Landgang verbracht. Einige Schiffe, die nach uns einliefen, drehten ihre Runden und liefen dann wegen Platzmangels wieder aus.

19. – 21. August Stralsund

Am Morgen feiern wir mit Line Ihren Geburtstag, mit Allem, was zu einem ordentlichen 16. Geburtstag dazu gehört.

Gegen Mittag brechen wir auf, Richtung Stralsund, von wo Jan am Nachmittag mit dem Zug nach Hamburg fährt.

 

Am Abend gehen wir mit dem Geburtstagskind noch nett essen und brechen am nächsten Tag in Richtung Barhöft auf. Barhöft ist ein Absprunghafen in verschiedene Richtungen. Zwischen Barhöft und Warnemünde gibt es nur einen Nothafen, der z.B. bei Motor- oder Gesundheitsproblemen angelaufen werden kann. Gesundheitsprobleme gibt es eigentlich immer ;-). Der Wind für die nächsten Tage sieht nicht gut aus. Wir müssen nach Warnemünde und starker Westwind ist dann nicht wirklich angenehm, da wir für die lange Strecke (50 sm) viel kreuzen müssen. Daher beschließen wir den nächsten Tag in Barhöft zu verbringen, wo wir auf Drahteseln, die wir beim Hafenmeister leihen, die Gegend erkunden.

18. August Alte Fähr

Heute ging es nach Alte Fähr, der Kuchen für den Geburtstag ist für Morgen beim Insel e.V., einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung, bestellt. Wir legen mit Ziel Strelasund (Rügenbrücke) ab. Die Brücke öffnet nur zu bestimmten Zeiten und so lassen wir es langsam angehen. Um 12.20 Uhr öffnet die Brücke pünktlich und lässt eine Vielzahl von Segel-, Motor- und Frachtschiffen durch die Brückenöffnung. Jetzt ist es bis Alte Fähr nur noch ein Katzensprung und gegen 13.00 Uhr legen wir in Alte Fähr an, wo Line uns schon freudestrahlend annimmt.

17. – 18. August Gager Gustrow

Bald sollten wir Lines 16. Geburtstag feiern, denn in zwei Tagen wollten wir in Alte Fähr (gegenüber von Stralsund) sein. Line hat dort in den vergangenen zwei Wochen ihren Jollen- und Surfschein gemacht. Anschließend kommt Line zu uns an Bord für die restliche Strecke zurück nach Wendtorf. Jan fährt mit der Bahn wieder zurück nach Hamburg.

Von Gager liefen wir morgens Richtung Gustow aus, denn wir mussten dringend unsere Klamotten waschen. Ein entspannter Segeltag brachte uns nach Gustow. Am Abend ließ Petrus alle Schleusen öffen und wir mussten nach langer Zeit wieder die Kuchenbude aufbauen. Am Abend in Gustow und bei Regen haben wir dann ein neues Kartenspiel erfunden. Es heißt „Störtebeker anno 1400“. Auf Kasinga.de werden wir demnächst die Spielregeln posten. Es basiert auf der sagenumwobenen Geschichte Klaus Störtebekers und kann von Jung und Alt gespielt werden. Die Spielregeln sind simpel und benötigt lediglich Skatkarten.

Download der Spielanleitung: Störtebeker anno 1400