5. Sardinien

Törnbericht:

Nach der Fülle auf den Balearen waren wir froh endlich wieder auf See zu sein. Auf der knapp 200sm langen Überfahrt von Menorca nach Sardinien war es leider meist schwachwindig und nachts leicht diesig. Unsere erste Station machten wir in der grossen Bucht Porto Conte (nahe Alghero). Der Kontrast zu den Balearen konnte nicht grösser sein: Eine grosse, weite aber geschützte Bucht mit nur wenigen Booten und das Mitte August. Hier erholten wir uns, um uns danach in Alghero von der Lebensfreude der Italiener anstecken zu lassen. Unsere bisher besuchten Häfen haben wir nachstehend kurz beschrieben. Weitere werden folgen.


<Ein müder Besucher 100sm vom Land entfernt

Die Stadtmole in Alghero>

 

<In der Bucht Tre Monti

Gewitter zieht auf>

 

 

Lieblingssteg in Cannigione>

 

<Cannigione

 

 

Porto Conte: Sehr grosse Ankerbucht nahe Alghero, auch bei Mistral anzulaufen, kleine Marina im SE, guter Absprung nach Menorca oder retour.

Alghero: Grosser Hafen, gleich an StB neue Marina, weitere Steganlagen, wir lagen malerisch unterhalb der alten Stadmauer, der Staat hat diese Mole verpachtet, daher nun 50 EUR pro Nacht im August aber mit Strom und Wasser, sehr freundliche Leute, besonders schöne Altstadt, viel Betrieb durch italienische Urlauber.

Fornelli Passage: Wir benutzten diese Abkürzung an der Nordspitze von Sardinien. Ein Detailplan ist unter Seekarten zu finden.

Stintino: Wenig Platz in der Marina, aber im Vorhafen sind neue Stege fast fertig, gute Ankerplätze im Vorhafen, ruhiger und netter Ort, gute Pizzeria direkt am Hafen.

Castelsardo: Grosse Marina, viel Platz, mit 25 EUR (13m) im August preiswert, der Weg zur Stadt um die Marina herum dauert ca. 15min, dort gute Versorgung, sehr gut erhaltene Festungsstadt auf dem Berg, unbedingt besichtigen!

Porto Palma/Insel Caprera: Gute Ankerbucht, nicht zu voll, viele Jollen durch Segelschule.

Porto Cervo: Bekanntlich voll und sehr teuer, der einzige freie Ankerplatz auf der Reede im Hafen lässt sich leider nicht halten, wir rumsen mit unseren 2m mehrfach auf den dort liegenden Felsen.

Cala di Volpe: Sehr schöne und grosse Ankerbucht, sehr gut besucht, insbesondere durch Megayachten, die Herrschaften werden häufig durch uniformiertes Personal auf schnellen Motorbarkassen an Land und zurück befördert, dadurch unruhig und schwellig.

Cala di Sasseri (Nordteil): Schöne Ankerbucht, aber tagsüber viele Wasserbikes und Tagesankerer.

Olbia: Sehr gute Gästeplätze im freundlichen Segelclub, mit 30 EUR preiswert, lebhafte Stadt mit schöner Hauptstrasse Corso Umberto, dort trifft sich abends alles, Spitzenrestaurant “Gallura” mit sardischer Küche, nicht ganz billig.

Cala Tre Monti: Am Eingang zum Golfo di Arzachena liegt diese wunderbare Ankerbucht, das Wahrzeichen sind die drei Felsenkuppen.

Cannigione: Schöner Urlaubsort mit mehreren Steganlagen und Gästeplätzen, weiter zum Ende der Bucht nehmen die Wassertiefen und die Preise ab, unser Lieblingssteg ist “Pontile Destriero” (siehe Bild oben) etwa in der Mitte der Stege, Salvatore der Hafenmeister dort hat uns zum Essen eingeladen, danach wurde zum Espresso wechselweise “Mirto” (Kräuterschnaps) ausgegeben, am nächsten Morgen fiel das Aufstehen schwerer als sonst, Preise mittel: Ohne Verhandlung 46, mit Rabatt 36 EUR Anfang September.

Porto Pozzo: Ausser gegen NE guter Schutz, durch die Flussmündung ist der Ankergrund im Inneren der Bucht nicht ideal (weich und etwas krautig).

Als nächster Hafen folgte dann Bonifacio auf Korsika, aber Sardinien hat es uns angetan, wir kommen im nächsten Jahr wieder!!

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