4. die Balearen

Törnbericht: die Balearen

Im Gegensatz zu Festlandspanien sind die Balearen ein deutlich schöneres Segelrevier. Das grosse Problem ist allerdings die Fülle an Booten. Die Häfen waren durchweg alle rammelvoll mit Dauerliegern, dazu kam die enorme Anzahl von Gastbooten in allen Buchten. In der Vor- und Nachsaison geht es sicher entspannter zu. Trotzdem möchten wir persönlich nicht länger in dem Revier verweilen. Einige Häfen und Buchten haben uns trotz der Fülle gut gefallen. Einzelheiten im Telegrammstil weiter unten.

Für die Balearen benutzten wir die Sportbootkarten vom NV-Verlag. Es ist ein handlicher Satz mit gutem Kartenbild. Identisch dazu gibt es die elektronischen Karten auf CD-Rom. In der aktuellen Ausgabe sind nun auch die erheblichen Ungenauigkeiten zur GPS-Position beseitigt.
Näheres gibt es unter Seekarten.

<Ibiza in Sicht

Cala Blanca- Mallorca>

 

<Cabrera

 

Mahon – Menorca>

 

Espalmador: Wunderschöne Ankerbucht aber sehr voll. Am nächsten Morgen dreht der Wind und weht mit Stärke 3-4 in die Bucht hinein. Vielen Booten fehlte wohl die Ankererfahrung, sie hatten ganz nah am Strand geankert. Durch die Windrehung treiben zwei Boote blitzschnell auf den Strand. Andere Anker slippen, die Boote drohen auf uns zu treiben. Wir verlassen fluchtartig die Bucht.

Ibiza-Stadt: Wir versuchen telefonisch über einen Bekannten einen Platz im Hafen nur für eine Nacht zu bekommen, keine Chance. Die Talamanca-Bucht gleich in der Nähe ist bei dem SW-Wind nicht sicher genug. Wir fahren daher um Ibiza herum zur Nordküste bis

Portinatx-Ibiza: Malerische Bucht mit guten Ankerplätzen, die besseren Plätze sind etwas entfernt vom Strand. Einige Hotels am Strand.

Andraitx-Mallorca: Läuft man bis ca 13.00 ein, findet sich meist noch ein sehr preiswerter Platz am Stadtkai. Dort liegt man zentral zum lebhaften aber angenehmen Ort. Weitere Pätze, aber deutlich teurer, findet man in der Marina.Guter und preiswerter Mittagstisch gleich an der Promenade im “Las Palmeras”. Die Ankerfläche ausserhalb des Hafens war sehr voll und schwellig. Im Hafen ist das Ankern verboten.

Cala Blanca: Nur 5sm SE von Andraitx findert man diese zauberhafte Bucht ohne Bebauung. Es kommen zwar Tagesankerlieger in Scharen, aber nachts lagen wir nur mit zwei Booten oder ganz alleine in der Bucht.

Palma-Club de Mar: Über Freunde haben wir uns einen Liegeplatz bei Yates Alemanes für eine Nacht besorgen lassen. Von Yates Alemanes wurde uns auch die Ankererlaubnis für die Naturschutzinsel Cabrera besorgt. Im Kneipenviertel von Palma essen wir Datteln im Speckmantel (Datties con bacon) extrem lecker!

Cabrera: Traumhafte Insel und Ankerbucht. Zur Übernachtung an einer Boje benötigt man die Erlaubnis von der Naturschutzbehörde. In der Hochsaison gibt es die nur für eine Nacht. Man muss sich diese Erlaubnis bereits einige Tage vor dem geplanten Besuch besorgen lassen, zB. von Yates Alemanes.

Porto Colom: Sehr geschützte Bucht mit Marina und einem riesigen Bojenfeld. Wir ankern die erste Nacht und schnappen uns sofort die einzige freie Boje als ein Engländer diese verlässt. Pro Nacht zahlen wir lediglich 4,30 EUR an der Boje. Nette, lebhafte Hafenfront mit etwas entfernt gelegene ruhiger Altstadt, gute Versorgung.

Alcudia: Gleich NW der Marina guter Ankerplatz vor dem Strand. Am Strand viele Hotels, aber wir verbringen eine ruhige Nacht vor Anker.

Ciutadella-Menorca: Wir wollen gerade bei einem Segler längseits gehen, da schickt uns der Hafenmeister wieder aus dem Hafen. Maximal 3 Boote dürfen im “Päckchen” liegen sonst ist es für die Fähre zu eng.

Fornells: Diese riesige Bucht im Norden von Menorca hat immer ausreichend Ankerplatz.

Mahon: Sehr geschützter Naturhafen und malerische Einfahrt. Allerdings jetzt Anfang August rammelvoll. Einige Ankerplätze lassen sich noch finden. Wir finden noch einen Platz an einem Schwimmsteg gleich hinter “Bloody Island” (über CH9 Ribera del puerto anrufen). Es gibt Strom und Wasser aber keinen Landzugang. Mit dem Beiboot ist es weit zur Stadt. Sehr lebhafte aber malerische Stadt, gute Versorgung. Vor der Überfahrt nach Sardinien tanken wir Diesel. Wir kreisen 3 Stunden vor der Tankstelle bis wir an der Reihe sind. Ab Ende August soll es leer werden, dann kehren viele Boote zum Festland zurück. An kleinen Holzinseln im Hafen kann man sehr preiswert und in kleiner geselliger Runde an Bord Überwintern. In der Nebensaison ist Mahon sicher ein sehr schöner Platz.

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