3. Estepona – Moreira

Törnbericht

Auf der knapp 400 sm langen Strecke von der Enge bei Gibraltar bis zum Cabo de la Nao (kurz vor Denia) wechselten die Landschaften vom Schiff aus gesehen extrem. Wir sahen bergig-unberührte Küsten, zugebaute Touristenorte und industriell-landwirtschaftlich genutzte Flächen unter riesigen Flächen aus Plastikplanen versteckt. Hier werden die Wintertomaten für ganz Europa angebaut
Die Höhepunkte dieses Abschnitts waren die Ausflüge per Bus nach Ronda und Granada. Im Gegensatz zur Küste ist das Binnenland noch sehr ursprünglich. Auf der Fahrt nach Granada sahen wir in einer wildromantischen Berggegend die Burg, in der damals der Film “Im Namen der Rose” gedreht wurde.

<Die berühmte Brücke in Ronda und ein Blick aus dem Palast in den Garten.

 

 

 

 

 


<Estepona

 

Die Löwen in der Alhambra von Granada>

 

Nachstehend haben wir unsere Stationen auf diesem Abschnitt aufgelistet und versucht in kurzen Sätzen das Wesentliche zu nennen. Die Häfen waren Anfang Juni eigentlich alle sehr voll und das erste Wort der Hafenmeister war “completo”. Gutes Zureden mit Karins Spanischkenntnissen verhalf uns aber dann doch meist zu einem Platz. Die Preise lagen für 13m zwischen 17 EUR (Almerimar) bis 30 EUR (Estepona). Für eine Durchreise war die Küste interessant, aber ein längerer Aufenthalt hätte uns nicht gefallen.

Estepona: Freundlicher Hafenmeister, moderne Marina, sehr lebhaft, deutscher Bäcker in der Marina, guter Schiffsausrüster, preiswertes Fischlokal bei den Fischern, 2km zur urigen Altstadt an der Promenade entlang. Von hier besuchten wir per Bus Ronda.

Benalmadena: Schrecklicher Hafen, teuer an der schwelligen Aussenmole, rammelvoll mit Touristen.

Motril: Der Club Nautico hat keine Gastplätze, wir ankern im Hafen.

Almerimar: Freundlicher und kompetenter Empfang, viel Platz, aber abgelegen. Extrem viele Plastik- gewächshäuser in der Umgebung. Wir fahren mit dem Bus nach Almeria (lohnt unbedingt) und nach Granada (ein Muss!). Die Eintrittskarten zur Alhambra in Granada sind limitiert. Daher bucht man zweckmässig eine Tagestour im Hotel neben der Marina einschliesslich Führung durch die Alhambra.

Garrucha: Für Boote ab 12m kaum Platz. Der Tip nach 20.00 an die Tankstelle ist auch schon bekannt. Ankern im Hafen ist gemäss grossem Schild an der Mole verboten, außerdem belegten 3 Boote bereits den ganzen Platz. Am Sa haben die Fischer frei, daher konnten wir von Fr auf Sa dort längseits gehen, sonst hätten wir wieder auslaufen müssen.

Cartagena: Die Einfahrt in den Naturhafen mit den Bergen und den Festungen darauf ist beeindruckend. Sehr freundliche Aufnahme und ausreichend Platz in der neuen Marina. Schöne Stadtmauer und Park, lebhafte Hauptstrasse.

Torrevieja: Die Marina International hat wenige Plätze frei, ist aber preiswert. Der Club Nautico ist teuer und hat nur sehr begrenzt Gastplätze. Ansonsten gute Ankermöglichkeiten in dem riesigen Hafen. Lebhafte Stadt mit sehr guten Supermärkten und anderen Geschäften.

Moreira: Wunderschöne Ankerbucht unterhalb vom Cabo de la Nao. Allerdings offen nach SW und schwellig. Günstig gelegener Absprungplatz zur Fahrt nach Ibiza. Am nächsten Morgen starten wir zur Überfahrt nach Ibiza und laufen dort als erstes die Ankerbucht Espalmador an (67sm).

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